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Seit 400 v. Chr. Sind die Kelten am
Lechrain nachweisbar. Eine vermutete Römerstraße >>Augsburg –
Burgheim<< erklären Funde bei Au und St. Stephan; auf der >Kugl<
unweit von Rehling soll ein römischer Wachturm gestanden haben. Die
Lechgrenze von 536 n. Chr. ab zog Rehling ins bayrische Stammesgebiet mit
ein, doch bis heute sind Hinweise auf den alemannisch-schwäbischen Anteil
der früheren Besiedlung nicht nur in der Mundart erkennbar. Die Zerstörung
der Schlösser Rehling und Scherneck im Reichsstädtekrieg am 17. März
1388 brachte auch den Untertanen Tod und Plünderung. Am 07. April 1462
trug Markgraf Albrecht von Brandenburg Brand und Verwüstung in die Dörfer
am Lechrain.
Der Schwedenkrieg brachte 1632
kaiserliche Truppen nach Scherneck.; 1635 werden Schloß und Dorf geplündert
und 1648 fielen acht Frauen und ein Mann dem letzten Schwedeneinfall zum
Opfer. 1796 wurde Rehling von den Franzosen geplündert. Auch im 2.
Koalitionskrieg (1798 – 1802) hatte die Bevölkerung durch Plünderungen,
Brandschatzungen, Einquartierungen und Übergriffe der Soldaten viel zu
leiden. Die Neuordnung der kommunalen Selbstverwaltung Bayerns im 19.
Jahrhundert unter dem königlich-bayerischen Minister Maximilian, Graf von
Montgelas fasste den Bereich der Hofmark Rehling-Scherneck zusammen. Aus
dieser Verwaltungsreform entstand 1819 die politische Gemeinde Rehling mit
den heute noch dazugehörigen Orten: Au, Allmering, Gamling, Hardhof,
Kagering, Rohrbach, Sägmühl, Scherneck, St. Stephan, Oberach und Unterach. (Damals
gehörten noch die nicht mehr bewohnten Burgstall und Gungstetten dazu).
Rehling war vor der Gebietsreform flächenmäßig
die größte Gemeinde im Altlandkreis Aichach. Mit der kurzen Entfernung
von Rehling zur freien Reichsstadt Augsburg unterhielten die Rehlinger
seit dem ausgehenden Mittelalter viele wirtschaftliche und kulturelle
Kontakte, dass dies nicht ganz ohne Rivalitäten zwischen den beiden größten
Orten (Markt Aindling) am Lechrain abging, kann man nur vermuten. Mit dem
Bau der Eisenbahnlinie Augsburg – Donauwörth im Jahre 1847 konnten den
dem in Langweid errichteten Bahnhof Versorgungsfahrten nach München oder
zu militärischen Einheiten getätigt werden. Man benötigte immerhin ca.
1 ½ Stunden zu Fuß und musste mit der Fähre (Fährrecht Fam. Dollinger,
Langweid) den Grenzfluss ins Schwäbische über queren, denn erst seit dem
Jahre 1912 verbindet eine auf Rehlinger Flur stehende Brücke die beiden
Ufer.
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Nach dem ersten Weltkrieg änderte sich die Struktur der Gemeinde, als
Industrieansiedlungen in Augsburg und Gersthofen Arbeitsplätze
schafften. Doch nicht nur für die Pendler, auch für die gewerblichen
Betriebe und die Landwirtschaft kam ein Aufschwung. Neben dem
Stadtmarkt in Augsburg wurden auch die Viehmärkte in Meitingen,
Gersthofen und Aichach beschickt. |
Waren es bis um 1950 überwiegend kleinere
Gewerbetreibende, so sind doch die seit 1719 produzierende Schlossbrauerei
Scherneck, oder das Busunternehmen Hörmann weit über Rehling hinaus bekannte
Unternehmen. Mit der fortschreitenden Industrialisierung in den letzten
Jahrzehnten wandelte sich auch die örtliche Struktur in Rehling. Zu den
neuen Wohngebieten kam 1994 ein Gewerbegebiet in Oberach.
Durch den
Gemeindebereich führen zwei Hauptverkehrsstraßen. Zum einen die AIC 9 als
West-/Ostverbindung von der
Gemeindegrenze bei Langweid über Oberach nach Rehling bis nach Aindling. Zum
anderen die Staatsstraße 2381 als Nord-Südverbindung von Mühlhausen über Sägmühl, Oberach, Unterach bis nach Thierhaupten.
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