Die Ortsteile der Gemeinde Rehling
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| Der Ortsteil
Gamling
Seit
1733 heißt die Einöde Ziegelstadel. Seit spätestens anfangs des 19.
Jahrhunderts ist die Ziegelei wieder dauernd bewohnt. 1809 heißt das
Anwesen „beim Ziegler auf dem Gamel im Dorf
Allmering“. Ziegelei von 1733 – 1924. |
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| Der Ortsteil Kagering
1883 errichteten
Xaver Lechner und seine Frau Kreszenzia ca. 3 km südlich von Rehling im
Lechfeld den Kageringer Hof (bis 1920 Kargering). Als Baumaterial wurde
die erste Schule aus dem 17. Jahrhundert verwendet. Das Haus ist heute
noch bewohnt. Pfarrer Birzele in
seinen Aufzeichnungen aus dem Jahre 1905: im Jahr 1883 transferierte Xaver
Lechner Haus und Stadel des Eherschen Anwesen in die Kagering im Lechfeld. |
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| Der Ortsteil Oberach
Die am Hangfuß des Lechrains entlang
fließende Friedberger Ach gab den beiden Ortschaften in Ober- und
Unterach den Namen. Doch bevor die ersten „Acher“ seit dem 14.
Jahrhundert in Oberach wohnten und wirtschafteten, waren die weiten
Lechfeldauen bereits in Besitz und Kultur. Durch die immer wiederkehrenden
Lech-Hochwasser bauten die Anwohner ihre Höfe auf wasserfreie Anhöhen. So
waren die Oberacher fast ein halbes Jahrtausend arme Häusler. |
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Erst seit der
Lechhochwasserfreilegung im 19./20. Jahrhundert bekamen sie zusätzliches
Land. Die Güterbeschreibung von 1752 nennt als Besitz der Hofmark in
Oberach die Obermühle, fünf Bausölden und zehn Leerhäuser. 1447 hatte
Konrad von Gumppenberg die Mühle in Oberach gekauft. Seit 1471 gehört
Oberach zum Gericht des Ebran in Scherneck. Im Jahre 1676 wurden eine Öl-
und Getreidemühle sowie ein Sägewerk in Betrieb genommen. Heute wird nur
noch das Sägewerk genutzt. |
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Am 25. Februar 1085
begegnet uns der Name Rehling erstmals gesichert, als ein Waltchun de
Rohelingen Zeuge ist bei der Übergabe des Klosters Habach an die bischöfliche
Kirche in Augsburg. Vom Ortsadel, den Rehlingern, kennen wir aus dem 12.
Jahrhundert noch die Namen Ratgis, Arnolt und Eberhard. |
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Die Herren von
Rehling waren wohl Dienstleute der Wittelsbacher; den Herrensitz dürfen
wir in der Frühzeit vor dem Jahre 1100 im Ortskern auf dem beherrschenden
Kirchhügel suchen. Die Burg Rehlingen wurde anfangs des 12. Jahrhunderts
nord-westlich von Rehling gebaut. 1282 werden in
einer Bibuger Urkunde Berchthold und Grimold von >Röhlingen<
genannt. Berchthold stand im Dienste des Herzogs Ludwig des Strengen und war
am 08. Februar 1292 einer der Schiedsrichter in den Streitigkeiten des
Herzogs mit dem Bischof und der Stadt Augsburg. Am 01. Oktober 1310 wird
Oberbayern zwischen den Herzögen Rudolf und Ludwig geteilt. Berchtold von
Rehling ist einer der neun herzoglichen Räte, die diese Teilung
vornehmen. |
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Angehörige
des Rehlinger Ortsadels treffen wir seit Anfang des 14. Jahrhunderts häufig
in Urkunden. Wolfhard von Rehling wurde 1297 Domherr in Freising, ein
Heinrich der Röhlinger ist Bürger in München und machte am 13. Juni
1316 eine Stiftung an das dortige Spital. Bei Erbauseinandersetzungen musste der älteste Sohn Johann den Gesamtbesitz, die Schlösser Rehling,
Scherneck und Griesstetten, das Niedergericht, alle Lehenschaften und
Zugehörungen, darunter Allmering, Alsmoos und Au, am 16. Oktober 1322 an
Heinrich von Gumppenberg zu Pöttmes verkaufen. Gasthaus
Gernhäuser um 1700 – 1971 |
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| Der Ortsteil Rohrbach
Auf
der Straße von Allmering nach Stotzard ist der Weiler Rohrbach. 1334
Rorbach und seit 1471 Rohrbach. Den Zehnten des Hofes bezog 1334 das
Kloster St. Ulrich und Afra in Augsburg. 1378 konnte Margaretha von
Gumppenberg den Hof für die Herrschaft Scherneck erwerben. Er gehörte
bis ins beginnende 19. Jahrhundert nach Scherneck. Rohrbach gehört zur
Pfarrei Stotzard. 1950 wurde der Hof geteilt. |
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| Der Ortsteil Sägmühl
Ende
des 15. Jahrhunderts errichteten Stephan von Gumppenberg und seine
Gemahlin Elisabeth ein kleines Spital für alte Leute. 1752 bestand die
Ortschaft aus drei fast besitzlosen Sölden, die zur Herrschaft Rehling
gehörten. |
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| Der Ortsteil Scherneck
Im
Jahre 926 wurde erstmals in einer alten Aufstellung Herr Wilhelm von
Rehlingen (Röchling) als Besitzer der Burgen "Rehling" und
"Scherneck" erwähnt. |
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Als Heinrich von Gumppenberg 1341 seine Besitzungen unter seinen Söhnen teilt, wird erstmals der Umfang der Herrschaft Rehling-Scherneck sichtbar. Es sind Besitzungen um Rehling, aber auch in der Meringer Gegend und im Raum nördlich von Pöttmes. Die Gumppenberger in Rehling haben verhältnismäßig wenig Eigenbesitz. Dafür
haben sie aber die Vogtei über die Güter der Klöster und das Kornstift
Augsburg in Rehling und den umliegenden Orten, d. h. die Gerichtsrechte in
diesen Orten. In der Folgezeit haben die Gumppenberger auf
Rehling-Scherneck eine erfolgreiche Erwerbspolitik betrieben. In der
Hofmark Rehling-Scherneck kommt es seit 1457 zu Erbteilungen. Die Hofmark
Rehling-Scherneck kommt 1470 wieder in eine Hand; Hans Ebran überließ
seine Hälfte seinem Bruder Heinrich. 1626 stirbt Hans Heinrich von
Gumppenberg auf Scherneck. Auf dem Erbweg geht das Besitztum an Renate von
Gumppenberg, an Nothaft von Wernberg und 1636 an Karl Fuchs. Die durch den
Schwedenkrieg hart mitgenommene Herrschaft verfällt, 1640 hat
>>Herr Fuchs sich von Scherneck hinweg auf sein Gut nach Mähren
begeben und das Schloß leer stehen lassen<<. 1642 wurde die Hofmark
einer Administration unterstellt und kam auf der Gant am 06.04.1661 an den
Grafen Felix von Lodron. Weitere Besitzer: 1696 der Hofkammerrat Johann
Senser, 1696 – 1822 die Freiherren von Mayer, 1822 Friedrich von Tautphaeus.
Am 01.10.1823 kaufte der Augsburger Finanzrat und Kaufmann Lorenz Freiherr
von Schaezler Schloss und Gut Scherneck, dessen Nachkommen bis heute
Gutherren sind. |
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| Der Ortsteil St. Stephan
Weit draußen im Lechfeld, entlieh seinen
Ortsnamen dem Patron des um 1600 von Stephan von Gumppenberg und seiner
Gemahlin Elisabeth, geb. von Weichs auf Dasing, erbauten Kirchleins mit
kleinem Spital. Eine kleine Ansiedlung, zumindest ein Jägerhaus, soll an
dem Platz seit langem gestanden haben. |
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Erdwerke um St.
Stephan werden bis auf die Kelten und Römer zurückgeführt.
Wahrscheinlich ging hier eine römische Nebenstraße (Augsburg –
Burgheim) über die trockenen Kiesbänke des Lechfeldes. Zu den besonderen
Sehenswürdigkeiten dürfte das Taglilienfeld, eines der größten in
Europa, gehören. Von Botanikern und Naturfreunden aus vielen Ländern der
Erde wird das Taglilienfeld als eine botanische Seltenheit in Europa
dargestellt. Auch eine Vielzahl anderer exotischer Blumen und Pflanzen
gedeihen in diesem Gebiet. Gastwirtschaft zum Jägerhaus seit ca. 1600
(Besitzer Franz Greiner). |
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| Der Ortsteil Unterach
Die
Friedberger Ach gab dem Ort seinen Namen. 1447 wird der Ort erstmals
genannt, als Konrad von Gumppenberg die Mühle in Oberach kaufte. Heinrich
von Gumppenberg hatte 1334 die Untermühle von Eberhard dem Mühlrieder
erworben. Der Hofmark unterstanden 1752 das Lehengut der Untermühle, zwei
Sölden und zwölf Bausölden. |
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Zwei
Bausölden besaß hier noch St. Ulrich in Augsburg und eine die Kirche St.
Wolfgang in Unterach. Die alte Mühle wurde 1908 abgerissen und an ihrer
Stelle das Pumpwerk der Wasserversorgung gebaut (Hs.Nr. 1 Fam. Haberl).
Der Name „Schlemmer“ ist ein alter Familienname der bereits im ältesten
Matrikelbuch genannt wird und unter dem Namen seit 1865 eine
Gastwirtschaft betrieben wird (Georg Strobl).
Einwohner Rehling gesamt: 2.451 (Stand 1. Nov. 2010) |
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